Die Einschätzung des Risikos aus Sicht der Versicherungs-Gesellschaft - Beitrags-Kalkulation
Für die Versicherungs-Gesellschaft ist jeder Versicherte "ein Risiko". Das Risiko besteht darin, daß die versicherte Rente irgendwann einmal gezahlt werden muß.
Für die Kalkulation der Beiträgs-Höhe nimmt der Versicherer Statistiken zu Hilfe, die ihm Aufschluß darüber geben, in welchem Beruf in welchem Alter Leistungs-Fälle zu erwarten sind.
Der "Normal-Beitrag" wird für Gesunde bei Antragstellung kalkuliert. Wer schon mit gesundheitlichen Malessen zu kämpfen hat, muß damit rechnen, daß er die Versicherung nur mit einem Zuschlag auf den "Normal-Beitrag" angeboten bekommt. Zumindest dann, wenn die Statistik und eventuell eine ärztliche Stellungnahme ergeben, daß die Malesse zu einer überdurchschnittlichen Zahlung führen könnte.
Alternativ kann der Versicherer auch anbieten, eine bestimmte Erkrankung oder ein körperliches Leiden und die weiteren Folgen vom Versicherungsschutz auszuschließen. Es ist riskant für den Versicherten, das zu akzeptieren.
Bevor Sie einen "Leistungs-Ausschluß" annehmen, sollten Sie erst bei anderen Versicherern nachgefragt haben, ob die den Versicherungsschutz ohne einen solchen Ausschluß anbieten. Möglicherweise gegen Zahlung eines höheren Beitrages. Eventuell müssen Sie einige Zeit aufbringen, einen solchen Versicherer zu finden. Das sollte sie jedoch nicht abschrecken.
Denn:
Leistungs-Ausschlüsse können im Leistungs-Fall zu erheblichem Ärger mit dem Versicherer führen. Wenn es um 100.000 EURO, 200.000 EURO und mehr Rentenzahlung geht, sucht ein Versicherer (deren Mitarbeiter) nach allen Möglichkeiten, nicht zahlen zu müssen.
Außerdem spielt der Beruf bei der Beitrags-Kalkulation eine wichtige Rolle. Auch hier bilden Statistiken die Grundlage. Welche Erkrankungen haben Versicherte in Beruf X am häufigsten? Wann treten diese ein? Wie lange muß voraussichtlich gezahlt werden? Daraus ergibt sich, daß Versicherte bestimmter Berufsgruppen eben über dem Durchschnitt aller Versicherten aller Berufsgruppen Leistungen beanspruchen. Und die müssen dann einen höheren Beitrag zahlen als die, für die laut Statistik eben nur durchschnittliche Leistungen anfallen.
Vergleichsweise günstige Beiträge für:
Gesunde ohne besonderes berufsspezifisches Risiko
Höhere Beiträge für:
- Nicht-Gesunde ohne berufsspezifischem Risiko
- Angehörige mit berufsspezifischem Risiko
Höchste Beiträge für:
Nicht-Gesunde mit berufsspezifischem Risiko