Wie Verbraucherschutz organisiert ist

"Den Verbraucherschutz" nach dem Motto "Was sagt denn 'der Verbraucherschutz' dazu?" gibt es in Deutschland für den Bereich "Versicherungs- und Finanz-Produkte" bisher nicht. Die Verbraucherschutz-Organisationen existieren in der Rechtsform von Verbraucherschutz-Vereinen und Stiftungen. Ein Teil ist dabei staatlich (mit-)finanziert, der andere Teil sind private Verbraucherschutz-Vereine.

Staatlich geförderte Verbraucherschutz-Organisationen

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv e.V.) ist seit November 2000 die Dach-Organisation der 16 Landes-Verbraucherzentralen der Bundesländer und 18 weiterer verbraucher- und sozialorientierter Organisationen in Deutschland.

Die Stiftung Warentest kümmert sich um die Verbreitung von Verbraucherschutz-Informationen.

Nicht-staatlich geförderte Verbraucherschutz-Organisationen

Grundsätzlich sind solche Organisationen in der Rechtsform eines Vereins tätig. Unter Vereinszweck ist niedergelegt, daß der Verein seine Mitglieder entsprechend der in der Vereinssatzung verankerten Grundsätze berät und unterstützt. Sobald da etwas von "zum Schutz der Mitglieder" oder ähnlich steht, darf er sich "Verbraucherschutz-Verein" nennen. Nicht jeder ist seriös.

Beispiel eines empfehlenswerten Verbraucherschutz-Vereins
Der Bund der Versicherten e.V. ist ein Verbraucherschutz-Verein auf dem Gebiet Versicherungen. Sie können für 40 EURO Jahresbeitrag (20 Euro für Mitglieder bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres) und einmalig 8,00 Euro Aufnahmegebühr Mitglied werden. Sie erhalten Informations-Material und telefonische Beratung durch gerichtlich zugelassene Rechtsbeistände für Versicherungsberatung, falls es mal z.B. Probleme mit einem Versicherungsvertreter oder Finanzberater geben sollte.

Nicht-organisierter Verbraucherschutz

Auch einzelne Personen können durch ihre Tätigkeit einen Beitrag zum Verbraucherschutz leisten. Ein Beispiel für eine solche Verbraucherschutz-Arbeit ist die Homepage des Wolfgang Kynast.

Privatwirtschaftlicher Verbraucherschutz

Verbraucherschutz betreiben außerdem zahlreiche Medien mit ihren Sendungen, Zeitschriften, Artikeln, Büchern, Videos, Kassetten, Computerprogrammen. Privatwirtschaftlich heißt, daß Geld mit Verbraucherschutz-Informationen verdient wird.