Bundeswertpapiere
Bundeswertpapiere gelten als besonders sichere Anlegeform bei Anlegern . Sie dienen dem Bund zur Finanzierung von Defiziten im Bundeshaushalt. Dabei werden sie über das Steueraufkommen besichert und gelten sogar als mündelsicher. Das heißt, dass Bundeswertpapiere auch zur Geldanlage der Vermögenswerte eines Mündels durch den Vormund, Pfleger oder Betreuer genutzt werden können.
Für den Verbraucher bedeutet dies vor allem, dass kein Risiko besteht, dass ihm bei einer Investition in Bundeswertpapiere Verluste entstehen. Gegenüber unsicheren Anlagemöglichkeiten halten sich die Renditemöglichkeiten der Bundeswertpapiere zwar in Grenzen, sie sind dafür sicher und eignen sich vor allem für Verbraucher, die keine Verluste ausgleichen könnten und die Geldanlage beispielsweise zur persönlichen Altersvorsorge nutzen.
Bundeswertpapiere für unterschiedliche Ziele
Je nach Anlageziel eignen sich dabei unterschiedliche Bundeswertpapiere. So kann man mit Tagesanleihen und Bundesschatzbriefen ständig liquide bleiben ohne das Kursrisiko zu tragen. Wer hingegen ein laufendes Einkommen aus den Zinserträgen haben möchte, kann in Bundesschatzbriefe (Typ A), Bundesobligationen oder Bundesanleihen investieren. Auch marktgerechte Verzinsung, Krisen- und Inflationsschutz lassen sich durch verschiedene Bundeswertpapiere erreichen.
Dabei kann kurzfristig oder auch langfristig investiert werden, da die Laufzeit der Bundeswertpapiere variiert. Finanzierungsschätze haben beispielsweise eine Laufzeit von 1 bis 2 Jahren, während Bundesanleihen mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren eher für eine langfristige Geldanlage geeignet sind. Tagesanleihen können darüber hinaus täglich gehandelt werden, hier schwankt der Zinssatz allerdings, weshalb dem Timing beim Verkauf eine höhere Bedeutung zukommt.
Arten der Zins-Zahlung und Gebühren beachten
Die Art der Zinszahlung unterscheidet sich ebenso. Bei den Tagesanleihen werden die Zinsen zum 31.12. in Anteile umgewandelt, während bei anderen Bundeswertpapieren, wie zum Beispiel den Bundesanleihen und –obligationen die Zinsen jährlich ausgeschüttet werden.
Bei den Bundeswertpapieren sollte darauf geachtet werden, dass je nach Typ Gebühren anfallen können, etwa für die Verwaltung durch Kreditinstitute, An- und Verkauf oder Einlösung. Hier ist auch entscheidend, ob Sie die Wertpapiere bei einem Kreditinstitut oder direkt der Finanzagentur erwerben, die die Wertpapiere verwaltet. Informieren Sie sich diesbezüglich am besten im Vorfeld.
Fazit: Bundeswertpapiere stellen neben anderen Anlagemöglichkeiten, wie Gold oder Immobilien eine sehr sichere Investition dar, die sogar Renditesicherheit bietet.
Bundesschatzbriefe - Rendite-Vergleich mit anderen Spar-Anlagen
Die folgenden Informationen entstammen der Kronenberg-Rendite-Studie.
Die Renditen von Bundesschatzbrief-Sparplänen lagen in der Vergangenheit in etwa auf dem Niveau von Rentenfonds, die in deutschen verzinslichen Wertpapieren anlegen. Da es bei letzteren jedoch börsenabhängige Wertschwankungen gibt, liegt die Rendite je nach Börsenlage mal etwas besser als bei Bundesschatzbriefen und mal eben etwas schlechter. Im Durchschnitt einer Vielzahl langfristiger Betrachtungs-Zeiträume, wie zum Beispiel 25-Jahres-Perioden, sind sie etwa gleichauf.
Besser als Bundesschatzbrief-Renditen wären die Renditen von Pfandbriefen gewesen, sofern man diese eben regelmäßig wie bei einem Sparplan gekauft hätte. Rund einen halben Prozentpunkt mehr hätte man bekommen. Auf eine Laufzeit von 25 Jahren ergibt sich mit Zins und Zinseszins eine erhebliche Mehr-Leistung.
Für einen seriösen Vergleich mit den Kapital-Lebensversicherungen muß man fairerweise die Kombination aus einem Bundesschatzbrief-Sparplan und einer Risiko-Lebensversicherung wählen. Denn nur diese Kombination bietet das, was die Kapital-Lebensversicherung leistet: Sparen plus Versicherungsschutz.
Bei diesem Vergleich mit der Kapital-Lebensversicherung muß man außerdem berücksichtigen, daß die damals ab 12 Jahren Laufzeit steuerfrei war, während die Zinsen der Bundesschatzbriefe versteuert werden mußten (Freibeträge waren bis Anfang der 90er Jahre gering).
Hätte man in der Vergangenheit die Risiko-Lebensversicherung beim damals billigsten Anbieter abgeschlossen, so hätte man mit der Kombination aus Bundesschatzbriefen und Risiko-Lebensversicherung eine Vor-Steuer-Rendite in etwa auf dem Niveau der Renditen der besten Kapital-Lebensversicherungen erzielt. Hätte man die Risiko-Lebensversicherung bei einem durchschnittlich teuren Anbieter abgeschlossen, so hätte man mit der Kombination aus Bundesschatzbriefen und Risiko-Lebensversicherung eine Vor-Steuer-Rendite in etwa auf dem Niveau der Renditen der Allianz Lebensversicherung erzielt. Die Nach-Steuer-Renditen wären bei Bundesschatzbriefen aber aufgrund der weitgehenden Versteuerungspflicht der Zinsen auf das Niveau der schlechten Lebensversicherungs-Anbieter "abgerutscht".