Die Rendite von InvestmentFonds
Die ist natürlich für die Zukunft unbekannt. Sie ist im wesentlichen von folgenden Faktoren abhängig:
- der Entwicklung der Finanzmärkte, in die der Fonds investiert
- dem 'Händchen' der Fonds-Manager bei der Auswahl der Wertpapiere
- dem Zeitpunkt des Kaufs und Verkaufs von Wertpapieren
- dem Zeitraum der Anlage
- den Kosten, die mit der
Fondsanlage verbunden sind
(Ausgabeaufschlag beim Kauf, Verwaltungsgebühren, Einlösungsgebühren, Fonds-Wechsel-Gebühren, und so weiter ...)
In den jeweiligen Kapiteln über die Fonds-Typen gibt es weitere Informationen zu den möglichen Renditen von InvestmentFonds.
Mehr Auskünfte zum Thema InvestmentFonds gibt es auf versicherung.net
Wie gut ist die Fonds-Anlage wirklich?
(Langfristiger Durchschnitt bis 31.12.1999)
Rentenfonds, in deutschen Wertpapieren
anlegend,
schafften etwa 7,0% bis 8%.
Rentenfonds, in internationalen Wertpapieren
anlegend,
schafften etwa 7,5% bis 9,0%.
Aktienfonds schafften etwa
9,0% bis 11,0%.
Immobilienfonds schafften
etwa 5,5% bis 6,0%.
Was interessiert Sie der Durchschnitt?
Fast gar nicht! Hinter diesen Werten verbergen sich natürlich
Hunderte oder Tausende Einzel-Ergebnisse (beim Immobilienfonds
nur wenige). Da gibt es welche, die besser als der Durchschnitt
waren, und welche, die schlechter als der Durchschnitt waren.
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Jeder Anleger, der vor 10 oder 20 Jahren begonnen hat in die
schlechten Fonds zu investieren (damals war nicht abzusehen, daß
eben diese die Looser sein werden!), hat ja gehofft und erwartet,
daß er in einen Fonds investiert, der in X Jahren zu den besten
gehören wird.
Und so wie damals ist es jetzt für neue Fonds-Anleger wieder:
Sie kaufen Fonds-Anteile, von denen sie hoffen und erwarten,
daß diese sich als die rendite-starken erweisen werden. Aber
natürlich weiß niemand, wer die Schlechten und Guten in X Jahren
sein werden. Wüßte man es, gäbe es die schlechten Fonds gar nicht,
sondern nur die Guten.
Warum schildern wir Ihnen das so ausführlich?
Die Investment-Branche ist wie jede Kapitalanlage-Branche eine
Märchen- und Illusionen-Branche. Die erzählen von den vielen
möglichen Statistiken immer die, die gerade zum eigenen Vorteil
sind.
Erwarten Sie doch nicht, daß die Ihnen erzählen, daß es Aktienfonds
gibt, die nach 20 Jahren nur eine Rendite von wenigen Prozentpunkt
geschafft haben. Nein, die erzählen, daß der Durchschnitt so toll
war. Oder sie erzählen, daß die besten 10 Fonds so und so viel
Prozent geschafft haben. Toll, super. Wenn sie einem jetzt noch
garantieren würden, daß sie auch die 10 besten der Zukunft kennen
(und deren Erfolg garantieren), wär´s doch gut. Tun sie aber nicht.
Kennen Sie auch diesen Spruch der Branche "Aktien
schlagen langfristig Renten". Fragen Sie mal die Anleger
der Looser-Aktienfonds in der Vergangenheit, was die von dem Spruch
halten! Da kommen bei einigen Lynch-Gedanken auf.
Anleger: "Ja, super. Der Durchschnitt liegt bei 11%, nur habe
ich leider den Aktienfonds mit 2,8% Rendite erwischt."
Da will sich so richtige Freude über den Durchschnitt nicht
einstellen.
"In Looser-Fonds investiere ich nicht"
Nun, vielleicht werden Sie jetzt etwas naiv sagen "Bei einem
Looser-Fonds muß ich ja nicht investieren, ich investiere nur
in die besten Fonds". Und Sie schauen in die Fonds-Hitparaden
der einschlägigen Medien und Info-Dienste. Und wohin schauen Sie?
Auf die, die dort als die besten genannt werden. Und was vergessen
Sie dabei? Das sind die Fonds, die in der Vergangenheit die besten
waren! Die Rendite oder Performance, die dort angegeben ist, kriegen
Sie aber nicht. Die haben die gekriegt, die vor ein paar Jahren
angelegt und jetzt die Anlage beendet haben. Sie, als neuer
Anleger, bekommen in X Jahren ganz frisch eine neue Rendite. Und
der "Rendite-Lauf" für Sie (!) beginnt zum Kauf-Zeitpunkt. Und er
beginnt ganz neu.
"Ein guter Fonds in der Vergangenheit ist auch in Zukunft gut"
Das kann sogar sein. Allerdings war das in der Vergangenheit folgendermaßen
(Beispiel 10 Jahre):
Ein Teil der besten Fonds im Jahr 1970 war
auch 10 Jahre später vorne dabei. Ein weiterer Teil war aber nur
noch mittelmäßig. Und der Rest war noch schlechter.
Und 1980 begann das "Spielchen" wieder neu. Ein Teil war 10 Jahre
später ... und so weiter. Und 1990 ...
Das heißt: Nicht jeder in der Vergangenheit gute Fonds war später
gut. Ein Teil war es, ein Teil nicht. Zu welchem Teil aber der
zu wählende Fonds gehört, weiß zum Kauf-Zeitpunkt niemand.
"Ja, dann nehme ich einen Fonds, der in mehreren langfristigen
Zeiträumen immer bei den besten war"
Tja, hier ist das nicht anders. Ein Teil der besten Fonds im Jahr
1970 war 1970-1980 gut, und 1971-1981 gut, und 1972-1982 gut, und
so weiter. Ein Teil aber war nur in den ersten Zeiträumen gut und
schmierte dann in der zweiten Hälfte der Zeiträume ab. Und ein Teil
(wie gesagt: von denen, die 1970 zehn langfristig gute Zeiträume
hinter sich hatten!) versagte schon ab 1971.
Das ließe sich jetzt beliebig fortsetzen.
Die Tabellen, die Sie in den Medien publiziert finden,
funktionieren alle wie gerade dargestellt. Sie sagen nichts
über die Zukunft aus (und nur darum geht´s dem Neu-Anleger,
denn für die Vergangenheit kriegt er nichts). Sie sagen nichts
aus, weil es immer diese Drei-Teilung gibt, wo man aber eben
nie weiß, welcher Fonds denn in Zukunft in welchen Teil gehört.
Könnte das jemand sicher voraussagen, wäre er um ein Vielfaches
reicher als Bill Gates!
Dennoch ist eine riesige Fonds-Industrie tagein tagaus damit
beschäftigt, den Anlegern etwas vorzugaukeln: "Unser" Fonds
"XYZ" wird einer der besten sein - in Zukunft.