Kosten und Gebühren
Einmalige Kaufgebühr (Ausgabeaufschlag)
Beim Kauf werden zwischen 0,5% und 10% der Anlagesumme als Gebühr fällig,
je nach Fonds und Anbieter.
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Der Großteil wird als Provision an die Vermittler (Banken,
Sparkassen, Bausparkassen, Versicherungs-Gesellschaften,
freie Vertriebs-Gesellschaften und Anlagevermittler) weiter
gegeben sowie für die Erfassung und Einrichtung des Vertrages
verwendet.
Jährliche Verwaltungs-Gebühr
Zwischen 0,5% und 1,5% des Fonds-Vermögens, kann aber im Einzelfall
höher sein, werden jährlich dem Fonds entnommen für die Bezahlung des Fonds-Managements und den Gewinn für
die Eigner der Investment-Gesellschaft.
Diese Gebühr wird immer fällig, also auch, wenn der Wert des Fonds im
betreffenden Jahr Verluste erleidet. Die Investment-Gesellschaft gewinnt
also immer - unabhängig von der Leistung der Fonds-Manager.
Kontoführungs-Gebühr
Sie ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Ein paar wenige verzichten
darauf, andere nehmen bis 20 EURO jährlich, im Einzelfall auch erheblich
mehr.
Sachkosten
Das Geld für Werbung, Material, Druck von Prospekten und Rechenschafts-Berichten, und ...
und ... wird ebenfalls dem Fonds-Vermögens nach Bedarf entnommen.
Kritisch: Selten sind Höchstgrenzen festgesetzt,
sprich die Fonds-Anbieter können sich ungeniert bedienen.
Gebühren sparen beim Fonds-Discounter
Der Ausgabeaufschlag beim Kauf schreckt viele Anleger ab. Einen
Teil dieser Gebühr verwenden die Investment-Gesellschaften zur
Provisions-Zahlung an die Verkäufer. Einige der Verkäufer - Fondsshops, freie Finanzberater und
Direktbanken - werben damit, daß sie einen Teil dieser Gebühren
an ihre Kunden zurückgeben.
Es lohnt sich daher insbesondere bei größeren Einmalanlagen,
diese »Discounter« anzusprechen! Ihre normale
Hausbank kann da meist nicht mithalten. Versuchen Sie es trotzdem
und handeln Sie.
Trading Fonds: Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Die Fonds-Gesellschaften haben die Abschreckung, die der hohe
Ausgabeaufschlag bei vielen Anlegern verursacht, erkannt. Sie
bieten seit einiger Zeit Fonds ohne Ausgabeaufschlag
an, dafür aber verlangen sie eine höhere jährliche Verwaltungs-Gebühr.
Solche Fonds werden als
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Trading Fonds oder
No-Load-Fonds
bezeichnet.
Wer Anteile von AktienFonds, RentenFonds, AS-Fonds oder Dach-Fonds
kurzfristig kauft und verkauft, spart sich einige Gebühren.
Wer langfristig im gleichen Fonds engagiert bleiben will, ist
mit den Gebühren eines traditionellen Fonds besser bedient.
Folgendes Beispiel zeigt den Unterschied anschaulich:
| Traditioneller Fonds | Trading-Fonds | |
| 4,0% Ausgabeaufschlag |
kein Ausgabeaufschlag |
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| 0,5% jährl. Verwaltungsgebühr |
1,5% jährl. Verwaltungsgebühr |
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| Gesamtkosten-Entwicklung | ||
| nach 1 Jahr | 4,5% | 1,5% |
| nach 2 Jahren | 5,0% | 3,0% |
| nach 3 Jahren | 5,5% | 4,5% |
| nach 4 Jahren | 6,0% | 6,0% |
| nach 5 Jahren | 6,5% | 7,5% |
Lohnen Fonds trotz der Kosten?
Vier
verschiedene Kostenarten - das klingt abschreckend, nicht wahr?
Die Frage ist deshalb:
Lohnt es trotzdem, in InvestmentFonds anzulegen?
Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Zunächst ist es sinnvoll,
die Frage getrennt nach den Fondsarten »Rentenfonds«
und »Aktienfonds« zu betrachten.
Kosten Rentenfonds
Diese konkurrieren mit der Direktanlage in verzinslichen
Wertpapieren. Es läßt sich nicht pauschal festlegen, ob
die Anlage in Rentenfonds-Anteilen oder die Direktanlage eine
höhere Rendite bringt. Bei einer kurzfristigen Anlage drücken
die Kosten, insbesondere der Ausgabeaufschlag, die Rendite
des Rentenfonds deutlich nach unten. Bei einer Anlage von
zum Beispiel 10.000 EURO werden 300 EURO Gebühren abgezogen.
Im ersten Jahr bekommt man daher nur Kapital-Erträge auf
9.700 EURO.
Neue Emissionen
Bei der Direktanlage kann man Gebühren sparen, wenn man
konsequent nur Wertpapiere neuer Emissionen kauft. Die
sind oft gebührenfrei.
Mindest-Gebühren
Ansonsten fallen bei Kauf und Verkauf
und für die Verwaltung der Wertpapiere Gebühren an, die aber
zusammengerechnet in der Regel geringer sind als bei Rentenfonds.
Voraussetzung ist, daß man Wertpapiere dort kauft, wo die
Gebühren niedrig sind. Viele Banken verlangen beispielsweise
beim Kauf geringer Stückzahlen Mindest-Gebühren. Das sollte man
vermeiden, da die Gebühren sonst unverhältnismäßig hoch ausfallen
und eine gute Rendite zunichte machen können.
Bei den Landeszentralbanken
dagegen gibt es bis jetzt keine Mindestgebühren. Auch kleine
Stückzahlen können so zu günstigen Gebühren erworben werden.
Die Kostenfrage entscheidet nicht alleine darüber, wer am
Ende die bessere Rendite haben wird. Der Fonds-Manager des
Rentenfonds wird versuchen, zusätzliche (für den Anleger
steuerfreie) Kursgewinne zu erzielen. Auch der Direktanleger
kann sein Glück versuchen. Möglich ist bei einem Vergleich
am Ende eines beliebig gewählten Zeitraums, daß mal ein
Rentenfonds-Anleger, mal ein Direktanleger das bessere Ergebnis
erzielen wird.
Klar ist allerdings, daß beim regelmäßigen Sparen ein
Rentenfonds-Sparvertrag weniger Arbeit macht als die Direktanlage.
Für die Kronenberg-Rendite-Studie wurden Vergleichs-Berechnungen für regelmäßige Sparverträge angestellt.
- Vergleich zwischen Rentenfonds-Anlage und Anlage in Bundesschatzbriefen:
Der Vergleich geht für verschiedene 20-Jahres-Zeiträume - bisher - unentschieden aus. - Vergleich zwischen Rentenfonds-Anlage und Anlage in Pfandbriefen:
Der Vergleich geht für verschiedene 20-Jahres-Zeiträume - bisher - zugunsten der Pfandbriefe aus. Der Rendite-Vorsprung gegenüber dem besten Rentenfonds betrug etwa 0,3 Prozentpunkte. Das entspricht in etwa den Gebühren, mit denen die Rentenfonds-Anlage belastet ist. Gegenüber den schlechteren Rentenfonds war der Vorsprung noch größer.
Echter Vorteil der Rentenfonds-Anlage
Der große Vorteil der Rentenfonds-Anlage ergibt sich erst so richtig,
wenn man Geld in verzinsliche Wertpapiere ausländischer Währungen
anlegen will. Denn wer kennt schon die Situation in Land X oder
Land Y? Wer kennt die Bonität,
die hinter den Wertpapieren ausländischer Unternehmen steckt?
Viele werden zwar von Rating-Agenturen (bewerten die Bonität)
beobachtet, aber viele auch nicht. Hier bietet sich die Rentenfonds-Anlage
mit ihrer breiten Streuung in viele verschiedene Wertpapiere gut an.
Ein weiterer echter Vorteil bietet die Rentenfonds-Anlage, wenn
es darum geht, »etwas gewagtere« verzinsliche Wertpapiere
zu kaufen. Das sind zum Beispiel Wertpapiere von Ausstellern, deren
Bonität nicht bestens ist. Die bieten höhere Zinsen, das Ausfall-Risiko
ist allerdings auch höher. Hier macht Risikostreuung per Rentenfonds
einen echten Sinn.
Für bestimmte Anlegerkreise (die den Steuer-Freibetrag überschreiten)
machen auch die sogenannten »steueroptimierten Rentenfonds«
Sinn. Bei diesen bemühen sich die Fonds-Manager, den steuerpflichtigen
Anteil möglichst gering zu halten.
Kosten Aktienfonds
Die Argumentation ist ähnlich wie bei Rentenfonds. Es gibt
jedoch einen gravierenden Unterschied: Bei Aktien ist es
wichtig, das Risiko, einen Verlust zu erleiden, dadurch zu
verrringern, daß in viele verschiedene Aktien investiert
wird. Diese Risikostreuung per Aktienfonds erkauft sich der
Anleger jedoch durch höhere Gebühren. Durchschnittlich 4%
bis 5% Ausgabeaufschlag sind nicht zu vernachlässigen.
Wer nur Aktien einer der 30 Aktien-Gesellschaften kauft,
die im DAX®-Index vertreten sind, kann sich
den Umweg über einen Aktienfonds und damit die hohen Gebühren
sparen.