Baufinanzierung

Eine Baufinanzierung ist nicht nur ein langwieriges sondern auch finanziell umfangreiches Vorhaben. Denn sowohl Grundstück als auch Bau eines Hauses, bzw. der Kauf einer vorhandenen Immobilie bedeuten häufig eine langjährige Verpflichtung gegenüber dem Kreditgeber. Da sich hier die Kreditsumme auch meist im sechsstelligen Bereich befindet, spielen Zinshöhe und Laufzeit eine weitaus größere Rolle als bei einem Kleinkredit, wie zum Beispiel der Finanzierung einer Einbauküche.

Annuitäten-Darlehen und Bauspar-Darlehen

Eine Baufinanzierung kann sich als Annuitäten-Darlehen gestalten. Das bedeutet, dass die Rückzahlung über festen Raten erfolgt, was dem Verbraucher die Kalkulation seiner monatlichen finanziellen Belastung erleichtert. Ein Bauspar-Darlehen setzt dagegen eine Sparleistung voraus. Zuerst wird ein vorher festgelegter Teil der Bausparsumme angespart, dann wird ein Darlehen gewährt, das in der Folge abbezahlt wird. Diese Finanzierungsform bietet gegenüber einem Hypothekenkredit niedrigere Zinsen.

Versicherungsdarlehen

Bei einem Versicherungsdarlehen erfolgt die Baufinanzierung über eine Lebensversicherung. Das heißt, dass der Versicherer ein Darlehen gewährt und der Versicherungsnehmer dann in eine Lebensversicherung einzahlt, die später zur Tilgung der Schuld verwendet wird. Dieses Modell ist nicht immer einfach zu kalkulieren, da die Ertragsprognosen schwanken. Allerdings bietet diese Form der Baufinanzierung den Vorteil, dass wenn der Versicherungsnehmer stirbt, die Lebensversicherung meist ausreicht um die Restschuld zu tilgen, so dass die Angehörigen schuldenfrei bleiben.

Wohnungsbau-Prämie

Staatliche Förderung für ein Bauvorhaben kann man in Form der Wohnungsbau-Prämie erhalten. Diese beträgt 8,8 % der erbrachten Aufwendungen für ein Bauvorhaben, sofern diese im Jahr mindestens 50 Euro betragen, bis zu einer Höhe von 512 Euro für Alleinstehende, bzw. 1024 Euro für Ehepaare. Die Wohnungsbau-Prämie berücksichtigt Bausparbeiträge, Guthabenzinsen auf Bausparguthaben und zusätzlich gezahlte Abschlussgebühren.

Nebenkosten beachten und beraten lassen

Bei einer Baufinanzierung müssen auch immer Neben- & laufende Kosten berücksichtigt werden. Diese umfassen beispielsweise die Grundsteuer, Notar- und Maklergebühren, Versicherungen Kosten für Straßenreinigung, Müll, etc. Diese Kosten belaufen sich schnell auf mehrere Tausend Euro, die man neben dem eigentlichen Grundstückerwerb und Immobilienerwerb berücksichtigen muss, um nicht in eine finanzielle Notsituation zu geraten. Um hier Fehlkalkulationen zu verhindern, empfiehlt sich eine unabhängige Honorarberatung.

Bausparen als Geldanlage

Immer mehr Verbraucher nutzen das Bausparen als Geldanlage, da hier wenige Risiken zu befürchten sind. Hier ist allerdings zu beachten, dass das ersparte Geld nur für einen wohnungswirtschaftlichen Zweck genutzt werden darf, um in den Genuss der staatlichen Zulagen zu kommen und nur dann wenn man sich an die gesetzliche Bindungsfrist von sieben Jahren hält, also sich das Geld vor dieser Frist nicht auszahlen lässt.

Finanzierung einer Dachsanierung

Eine Immobilie bedeutet für viele Eigentümer häufig auch neben dem Wohnraum eine Geldanlage. Daher ist der Erhalt der Konstruktion ein wichtiger Bestandteil dabei den Immobilienwert zu halten. Gerade das Dach ist der Witterung besonders ausgesetzt, um muss daher in Abständen sachgerecht saniert werden, um ein Eindringen von Feuchtigkeit und somit Schäden an der Dachkonstruktion zu verhindern. Da auch dies meist hohe Kosten mit sich bringt, gibt es verschiedene Angebote für die Finanzierung einer Dachsanierung, die gerade Privatpersonen dabei helfen die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen zu bewältigen