Riester Rente

Geförderter Personenkreis

  • Arbeitnehmer
  • Selbständige, wenn sie Kraft Gesetzes oder auf Antrag Versicherungspflichtige wurden und nicht in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung Renten-Beiträge einzahlen
  • Behinderte in Werkstätten
  • Versicherte während einer anzurechnenden Kinder-Erziehungszeit
  • Pflegepersonen
  • Wehr- und Zivildienst-Leistende
  • Bezieher von Lohnersatz-Leistungen wie Arbeitslosengeld-, -hilfe und Krankengeld


Beamte und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst werden später hinzukommen, und zwar dann, wenn ihre Renten-(Pensions-) Ansprüche entsprechend per Gesetz gesenkt wurden.



Warum der Staat die 'Riester'Rente einführt


Der Gesetzgeber sah sich gezwungen, die Rentenansprüche zukünftiger Rentner zu kürzen. Ein "statistischer Durchschnitts-Rentner" hatte bis jetzt einen Renten-Anspruch von 70% des Netto-Verdienstes vor Eintritt in den Ruhestand. Das heißt schon bisher fehlen einem Rentner, sofern er keine anderen, zusätzlichen Einnahmen im Rentenalter hat, 30% zu dem Verdienst während der Berufs-Tätigkeit. Viele haben zur Schließung dieser möglichen Einkommens-Lücke Lebensversicherungen, Sparverträge, Aktien oder andere Geldanlagen eingekauft. Hinzu kommen Erbschaften.

Zahl der Rentner steigt

Weil die Zahl der Rentner ständig steigt, müßten die Renten-Beiträge der Rentenbeitrags-Einzahler entsprechend angehoben werden, um alle Rentner auch zukünftig ausreichend finanziell versorgen zu können. Doch die Zahl der Rentner nimmt in den nächsten Jahrzehnten dermaßen dramatisch zu, daß die Rentenbeitrags-Einzahler diese Last nicht mehr tragen können. Die Folge: Renten-Kürzungen

Deswegen ist es wichtig die optimale Riesterrente zu finden. Bei der konkreten Auswahl können Ihnen Onlinerechner weiterhelfen.

Wenn man die "Beitrags-Schraube" aber nicht mehr weiter drehen kann, bleibt nur, die Renten-Höhe zukünftiger Rentner zu kürzen. Wer heute 30 Jahre alt ist, wird eben keine 70% des letzten Netto-Verdienstes mehr bekommen. Die Regierung hat ein Modell gesetzlich beschlossen, wonach die Renten-Höhe auf 67% des letzten Netto-Verdienstes sinken soll.

    Die Rechnung geht nicht auf
    Zur Zeit ist es so, daß fast drei Einzahler in die Gesetzliche Rentenversicherung nötig sind, um die Rente eines Ruheständlers zu finanzieren. In den nächsten Jahrzehnten wird sich die Situation dahingehend ändern, daß es durch die steigende Anzahl der Rentner nur noch einen Beitragszahler je Rentner geben wird.

    Zur Bewältigung dieses gewaltigen Problems soll eine Senkung von 70% auf 67% ausreichend sein?

    Voraussage
    Die 67%, die von "den Regierenden" genannt werden, aber völlig unrealistisch sind, werden im Laufe der nächsten 20 Jahre immer wieder nach unten korrigiert werden. Sprich es wird eine Mini-Rentenkürzung nach der anderen kommen. Gleich welche Parteien die Regierung stellen. Die Mathematik ist über-parteilich.

    'Riester'Rente gleicht Kürzungen aus
    Die Riester Rente wird eingeführt, um die zukünftige zusätzliche Renten-Lücke zu schließen. Dabei ist unter "zusätzlicher Renten-Lücke" ehrlicherweise nicht nur das zu verstehen, was die Kürzung von 70% auf 67% ausmacht. Die 3% sind "Peanuts". Wer eine Riester Rente abschließt und dabei immer den höchstmöglich geförderten Beitrag einzahlt, bekommt nach 20 oder 30 Jahren sehr viel mehr heraus als die Kürzung von 70% auf 67% ausmacht. Bei dieser Aussage ist selbstverständlich die mögliche "Inflation" berücksichtigt.

    Um das in aller Klarheit und Deutlichkeit zu sagen: Es ist ein Märchen, daß die Riester Rente nur eine Renten-Kürzung von 70% auf 67% auffängt. Die 'Riester'Rente reicht aus, um eine Senkung von 70% auf 60% auszugleichen!

      Und genau das wird passieren:
      Alle paar Jahre wird die Gesetzliche Rente ein bißchen gekürzt. 67%, dann 65%, dann 63%, und so weiter.




      Staatliche Zertifizierungsstelle: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (BAFin)