Die besten Verträge - Vergleich der Angebote
Was eine Private Renten-Versicherung in 20 oder 30 Jahren
auszahlen wird und wie gut oder schlecht das im Vergleich
zu anderen Anbietern sein wird, ist nicht bekannt. Aber es
gibt einige Anhaltspunkte, die man beachten sollte.
Kosten - Kosten - Kosten
Je niedriger die Kosten sind, die die Versicherungs-Gesellschaft
von den Beiträgen abzweigt - und die bei der Kapitalanlage
fehlen - desto mehr kann am Kapitalmarkt angelegt werden und
an die Kunden ausgeschüttet werden.
In der Vergangenheit hatten die
kostenträchtigen Versicherungs-Gesellschaften laut der Kronenberg-Rendite-Studie
eine bis zu zwei Prozentpunkte (und teilweise mehr) schlechtere
Rendite. Das belegt, wie elementar wichtig es ist,
einen kostenniedrigen Anbieter zu wählen.
Güte der Kapitalanlage
Der Teil der Beiträge, den die Versicherungs-Gesellschaft am
Kapitalmarkt anlegt, sollte möglichst hohe Kapital-Erträge bringen.
Staatliche Vorgaben bei der Kapitalanlage
Die Versicherungs-Gesellschaften müssen einige staatlich
verordnete Vorgaben bei der Kapitalanlage erfüllen.
Damit will der Staat sicherstellen, daß das Geld der
Versicherungs-Kunden nicht verspekuliert wird.
Der größte Teil des anzulegenden Geldes muß in die
sogenannten sicheren Geldanlagen fließen, deren
Kapital-Erträge vor allem aus Zinsen bestehen. Die
Höhe der Zinsen ist zwar auch Schwankungen unterworfen,
aber das eingesetzte Geld selbst ist sicher angelegt.
Langfristig über Jahrzehnte waren bisher aufgrund der
staatlichen Vorgabe keine erheblichen Unterschiede zwischen
den Versicherungs-Gesellschaften möglich. In der Vergangenheit
waren das laut der Kronenberg-Rendite-Studie um die 0,5 Prozentpunkte.
In einzelnen Jahren konnte das sehr viel stärker schwanken, aber über
Jahrzehnte nicht.
In Zukunft dürfen die Versicherungs-Gesellschaften mehr
als bisher in Aktien und ähnlichen Anlagen mit spekulativem
Charakter anlegen. Das kann die Schwankungsbreite etwas
erhöhen. Wer aber letztlich »ein glückliches Händchen«
haben wird, weiß heute niemand. Es kann sein, daß ein kostenniedriger
Versicherer auch die höchsten Kapital-Erträge haben wird. Es
kann genau so gut sein, daß dieser sich bei der Kapitalanlage
dumm anstellt. Gleiches gilt für die kostenträchtigen Versicherer.
Falsche Propheten
Aufgrund des seit Jahren andauernd niedrigen Zins-Niveaus
am Kapitalmarkt verkaufen einige Versicherungs-Gesellschaften
verstärkt Aktien und Immobilien, um mit den realisierten
Gewinnen die Gewinn-Beteiligung zu stützen. Obwohl am
Kapitalmarkt nur 5% bis 6% Zins-Ertrag möglich ist,
versprechen diese Unternehmen ihren Kunden rund 7,5%
auf den Sparanteil. Nach Berücksichtigung der Kosten
ergibt das bei den teuren Anbietern eine Kunden-Rendite
von 5,5% bis 6,0%. Das »Tafelsilber«, das
hier eingesetzt wird, ist nichts anderes als vorenthaltener
Gewinn in der Vergangenheit. In Zeiten hoher Kapital-Erträge
hat die Versicherungs-Gesellschaft dieses ihren Kunden
nicht gutgeschrieben und für »magere Jahre« auf
Seite geschafft. Versicherungs-Gesellschaften, die nichts
auf Seite geschafft haben, sondern die Gewinne ihren Kunden
direkt gegeben haben, haben kein »Tafelsilber«,
mit dem sie die Gewinn-Beteiligung stützen könnten.
Es bringt nichts, den
falschen Propheten
hinterher zu laufen,
die (natürlich nicht wörtlich) »sagen«
"Wir haben unseren Kunden über
viele Jahre hinweg soviel Geld (Gewinn-Beteiligung) vorenthalten,
daß wir jetzt damit die niedrigen Zins-Erträge stützen
können." Es bringt nichts, weil keine
Versicherungs-Gesellschaft sich verpflichtet, ihr Tafelsilber
auch wirklich zu veräußern. Und die Gesellschaften, die das
in der Vergangenheit immer wieder mal getan haben, haben dann,
als die Zinsen wieder gestiegen waren, erneut Geld auf Seite
geschafft (»geparkt«). Was soll das?
Besser ist es, wenn eine Gesellschaft
erst gar nichts vom Gewinn am Kapitalmarkt auf Seite schafft
, sondern es zeitnah den Kunden gutschreibt.
Übrigens: Wer jetzt einen Vertrag bei einem »falschen
Propheten« abschließt, hat gar nichts davon, denn die
ersten Beiträge kommen nicht in den Genuß der gestützten
Gewinn-Beteiligung, da sie für Kosten verbraucht und nicht
angespart werden.
Verkäufer arbeiten selten für leistungsstarke Versicherer
Die meisten Einfirmen-Vertreter arbeiten für Gesellschaften,
die in der Vergangenheit nicht mal 6% Rendite, einige nicht
mal 5% Rendite für ihre Kunden für das Beispiel
(Alter bei Abschluß 35 Jahre, 25 Jahre Laufzeit) geschafft haben.
Grund: Zu hohe Kosten.
Unter den Versicherungs- und Finanzmaklern
gibt es leider auch solche, die aus
Provisionsgier Kapital-Lebensversicherungen
schlechter Gesellschaften vermitteln.
Ein paar Makler aber vermitteln erfreulicherweise auch Produkte
von leistungsstarken Anbietern.
Aus beidem - Kosten und Güte der Kapitalanlage - schlußfolgert
sich, daß oberste Priorität hat, einen kostenniedrigen Versicherer
zu wählen. Es ist sinnvoll private Rentenversicherungen kostenlos zu vergleichen.