FAQ

Typische Fragen ZfVA-Meinung
Mein Versicherungs-Vertreter erzählte, daß man bei Anlagen in Fonds eine Abschluß-Gebühr (Ausgabeaufschlag) zahlen müsse. Bei der Fonds-Police dagegen spare man sich diesen Ausgabeaufschlag. Deshalb sei die Fonds-Police die bessere Alternative.
Stimmt das?
Nein
Richtig ist, daß es bei der Fonds-Police andere "Gebühren" als den Ausgabeaufschlag gibt. Sprich einige Kosten, die zusätzlich erst durch die Einschaltung der Versicherungs-Gesellschaft entstehen. Bei den meisten Fonds-Policen sind diese "Versicherer"-Kosten um einiges höher als die Kosten, die bei Fonds anfallen.
RAT: Nicht blenden lassen, sondern nüchtern rechnen (lassen)
Der Gewinn der Fonds-Police ist steuerfrei, der Gewinn von Fonds dagegen steuerpflichtig. Also bringt die Fonds-Police nach Steuern mehr. Vielleicht - oder auch nicht
Bei Fonds fallen steuerfreie und steuerpflichtige Gewinne an, wobei es für letztere noch einen Steuer-Freibetrag gibt. Erst darüber fallen Steuer-Abzüge an.
Bei der Fonds-Police fallen keine Steuer-Abzüge an, aber es fallen Kosten bei der Versicherungs-Geselschaft an. Und die können so hoch sein, daß die Fonds-Police trotz Steuer-Freiheit weniger nach Steuern bringt als die Anlage in Fonds.
Bildlich gesprochen: Bei der Fonds-Police wandern die gesparten Steuern (oder ein Teil davon) in den "Kosten-Topf" der Versicherungs-Gesellschaft und nicht in den Gewinn-Topf des Kunden.
Angesichts der vergleichsweise niedrigen Kosten einiger Direkt-Anbieter kann die Rechnung zugunsten der Fonds-Police ausgehen. Viele Versicherer aber haben so hohe Kosten, daß die Rendite von dieser Seite her aufgefressen wird.
In einem Fonds-Policen-Vergleich wurde den Kosten kaum Bedeutung beigemessen. Die Konditions-Unterschiede (Flexibilität, Anzahl der Fonds, etc.) dagegen wurden herausgestellt. Wie sehen Sie das? Das sind Vergleiche, die den Verkäufern teurer Policen in die Hände spielen. Sie müssen wissen, daß die Computer-Vergleichs-Programme meist für VersicherungsVerkäufer hergestellt werden. Es sind Verkaufs-Hilfen.
Kosten sind zwar nicht alles bei einem Vergleich - aber wenn sie so hoch sind, daß die Rendite kaputt gemacht wird, nutzt es den Kunden auch nichts, wenn die Police ansonsten flexibel ist.
RAT: Nicht blenden lassen, sondern nüchtern rechnen (lassen)
Mein Vermittler hat mir vorgerechnet, daß ich mit einer Fonds-Police dann einiges Geld spare, wenn ich häufiger die Fonds-Wahl ändere. Dieses "Switchen" koste innerhalb der Fonds-Police nicht viel. Bei der Direkt-Anlage dagegen hätte ich mit der Zeit hohe Wechsel-Kosten. Stimmt das? Einige Anbieter mit auf den ersten Blick niedrigen Switch-Kosten haben diese auf alle Kunden umgelegt, indem sie sie in den allgemeinen "Versicherer"-Kosten "verstecken". Der Sparanteil der Beiträge ist dann für alle Kunden pauschal um einiges niedriger! Das heißt, die Wenig-Switcher oder Garnicht-Switcher zahlen für die Viel-Switcher mit.
Ich las bei einer Beispiel-Rechnung folgendes:
"Es fallen keine Kosten für Ausgabeaufschläge, Switchgebühren bei Fondswechsel und Managementgebühren für die Vermögensverwaltung an."
Der Anbieter verschweigt, daß er stattdessen andere Kosten hat. Und das sind vielleicht doppelt oder dreimal so hohe Kosten!
Werbung Wirklichkeit
Hohe Rendite-Aussichten durch Fonds-Anlage Hohe oder niedrige Rendite-Aussichten durch Fonds-Anlage
Wer häufig die Fonds wechselt ("Switchen"), spart gegenüber der direkten Fonds-Anlage enorme Beträge, weil das Switchen innerhalb der Fonds-Police wenig kostet. 1. Das kommt auf die konkrete Police an.
Nicht immer und generell ist das Switchen kostengünstig.
2. Einige Anbieter mit auf den ersten Blick niedrigen Switch-Kosten haben diese auf alle Kunden umgelegt, indem sie sie in den allgemeinen "Versicherer"-Kosten "verstecken". Der Sparanteil der Beiträge ist dann für alle Kunden pauschal um einiges niedriger! Das heißt, die Wenig-Switcher oder Garnicht-Switcher zahlen für die Viel-Switcher mit.