Verbraucherschutz-Magazin.de informiert über Private Krankenversicherung (PKV)
Immer mehr Menschen interessieren sich für eine PKV. Diese bieten zumeist bessere Leistungen für weniger Geld und sind vor allem für junge Menschen ohne Familie besonders attraktiv. Die meisten privaten Anbieter locken zudem vor allem Selbstständige mit ihren günstigen Einstiegstarifen, die sich im Laufe der Zeit als Kostenfalle entpuppen können. Ein genauer Vergleich der Tarife sowie der Kostenentwicklung in der Vergangenheit ist vor Abschluss einer Police daher Pflicht für alle Interessenten.
Verbraucherschutz-Magazin: Nicht immer ist die PKV die bessere Lösung
Lange Wartezeiten beim Arzt oder bei der Terminvergabe, Mehrbettzimmer im Krankenhaus und Behandlungen nur durch Assistenzärzte, diese Leistungen wollen viele Versicherte verbessern und entscheiden sich für eine Private Krankenversicherung.
Doch Vorsicht: Nicht alles ist in der Privaten ist selbstverständlich! Für alle Leistungen, die Versicherte wünschen, zahlen Sie auch entsprechendes Geld in der PKV. Da die Tarife dort nach einem Baukastenprinzip funktionieren, kann jeder Privatversicherte sich die Leistungen aussuchen, die er auch wirklich nutzt. So kommen für Komforttarife mit Einbettzimmer sowie Chefarztbehandlung und 100% Zahnersatz schnell staatliche Summen zusammen. Eine PKV ab 59,- Euro ist also nur ein leeres Werbeversprechen, das kaum ein Versicherter in Anspruch nehmen kann oder will.
Vor allem die Lockangebote der privaten Versicherer in den Jahren 2010 und 2011 erlebten im Januar 2012 gerade zu eine Kostenexplosion und verteuerten sich teilweise um bis zu 40%. Besonders überraschend war die Tatsache, dass selbst große Versicherer wie die ARAG oder Central Krankenversicherung sich bei den Einsteigertarifen der PKV verkalkuliert haben und ihre Kunden mit hohen Beitragssteigerungen 2012 konfrontieren mussten.
Für wen lohnt sich die PKV noch?
Neben Selbstständigen gibt es noch weitere Berufsgruppen, die sich privat versichern können. Dazu gehören Studenten, Beamte und Angestellte, die ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeldgrenze (Stand 2012: 50.850,- Euro) aufweisen.
Besonders lukrativ ist die PKV für Beamte, da ihr Dienstherr hier einen Großteil der Beiträge übernimmt (bis zu 70% der Beiträge, je nach Bundesland). Aber auch Studenten können von den Leistungen der PKV profitieren. Sie weisen eine Besonderheit auf: Nach ihrem Studium können sie erneut zwischen GKV und PKV wählen, sofern sie die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung erfüllen.
Angestellte, die eine große Familie haben oder planen sollten sich genau überlegen, ob eine private Versicherung für sie Sinn macht, da man bei der PKV Kinder und Ehepartner nicht kostenlos mitversichern kann. Konkret heißt es, je mehr Kinder der Privatversicherte hat, desto höhere werden seine Beiträge sein, da jedes Kind extra zu versichern ist. Eine Familienversicherung gibt es nicht, ebenso wenig wie Mutterschaftsgeld in der GKV. Zwar gibt es spezielle Familientarife, jedoch sind diese nicht mit dem Angebot der gesetzlichen Kasse zu vergleichen.
Was tun, wenn Sie die Wahl zwischen PKV und GKV haben?
Erfüllen Sie die Voraussetzungen für eine private Absicherung, so sollten Sie vor der Wahl mindestens ein Beratungsgespräch mit einem Fachmann durchführen lassen. Dieser kann Interessenten nochmals alle Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung nennen und eine Empfehlung speziell auf Ihre Lebenssituation abgeben.
Da die Beiträge der PKV nicht einkommensabhängig sind, spielen bei der Berechnung der Beiträge vor allem persönliche Faktoren wie Gesundheitszustand, Alter und Geschlecht eine wichtige Rolle. Auch hierzu kann der Experte Ihnen alle Fragen im kostenlosen Beratungsgespräch beantworten.
Verbraucherschutz-Magazin.de Tipp: Entscheiden Sie niemals sofort, sondern lassen Sie sich einige Tage Zeit. Sind Sie mit der Beratung unzufrieden, so fordern Sie eine Neue an von einem anderen Experten. Wichtig ist, dass Sie sich mit Ihrer Entscheidung wohlfühlen und diese vor allem auf langfristige Sicht treffen.